Über die Zeitschrift

Familie und Geschichte

Hefte für Familiengeschichtsforschung im sächsisch-thüringischen Raum

Die Zeitschrift "Familie und Geschichte" erscheint mit jeweils 48 Seiten
viermal jährlich, jeweils zum Quartalsende.
Abopreis: Euro 27,00 einschl. Beilagen, zuzügl. Porto.

Schriftleitung: Günter Kriependorf, Am Knick 7a; D - 58675 Hemer-Sundwig; Tel.: 02372 - 2453; eMail: gkriependorf@arcor.de

"Familie und Geschichte" will zum einen die Tradition der stärker historisch und soziologisch orientierten Genealogie, der Familiengeschichtsforschung, der gedanklichen Rekonstruktion des Lebens und der Lebensumstände konkreter Personen und Familien der Vergangenheit, zum anderen aber auch die Werte von Familie und Familientradition in unserer schnellebigen und oft auf andere Werte orientierten Gesellschaft stärker ins Bewußtsein heben und schließlich über die breite Palette dessen, was ein Genealoge in seiner Familiengeschichtsforschung bearbeiten sollte informieren, sowie ihm die Quelle nennen, wo er diese Information finden könnte.

Gegen eine Schutzgebühr von Euro 5,00 erhalten Sie zum Kennenlernen zwei Hefte dieser Zeitschrift. Zur Vereinfachung erbitten wir die Voreinsendung dieses Betrages (Banknote oder Briefmarken).


Schriftleiter 2010-2013: Dr. phil. Frank Reinhold


Dr. phil. Frank Reinhold, * 23.04.1953 in Obergeißendorf/Berga – † 14.07.201

Ein schwerer Verkehrsunfall riß Dr. Frank Reinhold aus seiner Arbeit. Den lebensbedrohlichen Verletzungen ist er jetzt, wenige Wochen später, erlegen.
Wir trauern um den Schriftleiter der Zeitschrift „Familie und Geschichte“, die er im Januar 2010 übernommen hatte und fachkundig und souverän gestaltete. Sicher hätte er noch viele weitere Jahrgänge der Zeitschrift entwickelt, doch dieses Heft wurde nun - nach
14 Ausgaben - sein letztes.
In Obergeißendorf/Berga geboren, führte ihn das Studium der Russischen und Englischen Sprache nach Potsdam, wo er auch promovierte. Nach der Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Potsdam war er mehrere Jahre im Schuldienst tätig und die Volkskunde, Mundart- und Namensforschung wurden für ihn nicht nur ein zweites Standbein, sondern Lebensinhalt.
Er war Autor und über 16 Jahre Mitarbeiter am „Thüringer Wörterbuch“, das in sechs Bänden als Gemeinschaftsprojekt der Universität Jena und der Sächsischen Akademie der Wissenschaft in Leipzig erschienen ist. Dabei hat er sich besonders um die Auswertung von ca. 600 Dorfordnungen des 16. bis 19. Jh. aus über 450 Orten Thüringens verdient gemacht. Dr. Frank Reinhold war auch Mitarbeiter im Thüringischen Staatsarchiv Greiz - dort u. a. für die Erschließung des Bestandes des Ritterguts Waltersdorf bei Berga/Elster (1506) 1515-1925 und Fertigstellung eines Findbuches (auch online) 2011 zuständig.
Von ihm stammen zahlreiche Publikationen zu thüringischen Themen, u. a. „Ortsfamilienbuch Berga/Elster“ und „Aus der Geschichte der Familie Vetterlein ...“, sowie Arbeiten über Waltersdorf und seine Mühlen, Thüringer Sagen etc. Er war Mitarbeiter an namenkundlichen Publikationen, u. a. „Stadtbücher als namenkundliche Quelle“; noch im Mai 2013 hat er zu diesem Themenkomplex (Familiennamen, ihre Entstehung und Kategorisierung, Familiennamen in Stadtbüchern) einen Gastvortrag an der Uni Jena gehalten.
Bereits 1970 beschäftigte er sich intensiv mit heimat- und ortsgeschichtlichen Themen und beantwortete die genealogischen Anfragen an das Pfarramt in Waltersdorf. Ende der 1970er Jahre erstellte er eine wortgetreue Abschrift der ältesten Kirchenbücher von Waltersdorf (1600 bis 1774) und versah diese mit einem Personenregister.
Genealogie, Volks- und Heimatkunde, Mundart- und Namensforschung fanden sich bei ihm in idealer Weise zusammen und das konnte man spüren, wenn man ihm zuhörte.
Zu früh endete sein Leben durch einen Schicksalsschlag. Wir sind ihm dankbar für seine reiche Arbeit und die Zeit eines gemeinsamen Weges.

Manfred Dreiss, Verleger
Martina Wermes, Interimsschriftleiterin


Schriftleiter bis 2009: Prof. Dr. Wolfgang Lorenz

Zick-Zack-Promenade 1, 09456 Annaberg-Buchholz, Tel. 03733-24418
* Annaberg-Buchholz 16.8.1931, Dr. phil.1966, Dr. sc. phil. Uni Leipzig 1975, Dozent 1969-1972, Bergakad. Freiberg 1972-1975, Prof. Uni Leipzig 1977 und 1980-1991, (Emeritus), Brazzaville, Kongo 1979-1980.

Sprachphilosophie, Kommunikationstheorie, Genealogie - zahlreiche Veröffentlichungen

• 1980-1990 stellv. Vorsitzender der AG Genealogie im Kulturbund, zul. Vorsitzender
• Mitbegründer der "Leipziger Genealogischen Gesellschaft", Ehrenmitglied
• Redakteur der Hefte "Genealogie als historische Soziologie" der AG Genealogie im Kulturbund 1983 und 1986
• Mitbegründer des Adam-Ries-Bundes
• Mitherausgeber der Schriftenreihen "Quellen zur Orts- und Familiengeschichte des Erzgebirges und "Erzgebirgische Genealogien" des Adam-Ries-Bundes


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